Glossar

A

Alterungsbeständigkeit (aging resistance)

Die Alterungsbeständigkeit hängt von der Stoffzusammensetzung und den äußeren Einwirkungen ab. Grundsätzlich gilt, je höher die Holzanteile (sog. holzhaltiges Papier) bzw. je höher der Säuregehalt (pH-Wert), desto schneller altert das Papier. Äußeres Merkmal ist eine zunehmende Vergilbung, langfristig auch die Zersetzung des Papiers. Die A. ist vor allem für die langfristige Dokumentenarchivierung wichtig. Die einschlägigen DIN (ISO) Normen 6738 und 9706 definieren Stoffzusammensetzungen, Säuregehalt (pH) und sog. Lebensdauerklassen:
LDK 6-40: Papiere mit einer Lebensdauer von mindestens 50 Jahren
LDK 6-70: Papiere mit einer Lebensdauer von mindestens 100 Jahren
LDK 12-80: Papiere mit einer Lebensdauer von einigen 100 Jahren
LDK 24-85: Papiere mit einer Lebensdauer, an die höchste Ansprüche gestellt werden können.

Altpapier (recovered paper)

Altpapier ist der bedeutendste Rohstoffträger der Papierherstellung. Eine Einteilung erfolgt nach Zusammensetzung und Herkunft in Qualitäts- und Preisklassen. Je höher die Anteile sog. unterster Klassen (Haushaltsabfälle, Zeitungen etc), desto grauer das auf dieser Basis hergestellte Recyclingpapier. Moderne Vorreinigungsverfahren (De-Inking) ermöglichen die Herstellung auch hochweißer Recyclingpapiere für die Büromaschinenverarbeitung. Mit dem Blauen Engel können Recyclingpapiere ausgezeichnet werden, die zu 95 % aus Altpapier, davon 60 % der untersten Klassen, hergestellt werden und weitere strenge Auflagen erfüllen.

B

Biegefestigkeit (bending strength)

siehe Steifigkeit

Blatt (sheet)

Als Blatt werden alle Papiere bis zum Format A3 (29,7 x 42,0 cm) bezeichnet. Alle größeren Formate heißen Bogen.

Blattbildung

Blattbildung bezeichnet den Prozess der Verfilzung der Fasern und der Entwässerung des Papierbreis auf dem Papiersieb der Papiermaschine. Eine gute Blattbildung, d.h. mit geringer Wolkigkeit und gleichmäßiger Faserverteilung, weist auf eine gute Papierqualität hin.

Blauer Engel (Blue angel)

Der Blauer Engel ist ein Umweltzertifikat, welches u.a. auch (Kopier-) Papieren verliehen werden kann, wenn diese zu mindestens 95 % aus Altpapier aus der unteren Klassen hergestellt werden und bestimmte weitere strenge Voraussetzungen hinsichtlich des Einsatzes von Chemikalien und Füllstoffen erfüllen (www.blauerengel.de).

Bleeding

Bleeding bezeichnet das insb. beim Inkjetdruck auf ungeeignetem Papier zu beobachtende Phänomen ineinander laufender Farben und ausgefranster Farbsäume. Besonders gut bei Schwarz-Gelb Kontrastflächen zu beobachten.

Bleichen (bleaching)

Bleichen ist der Vorgang, mit dem die Weißfärbung von Zellstoff erhöht wird. Die Bleiche erfolgt heute überwiegend durch Chlordioxid-Verbindungen, gelegentlich auch mithilfe von Ozon oder Wasserstoffperoxid.

Breitbahn (BB)

Breitbahn zeigt an, dass das Papierblatt/der Papierbogen mit seiner kurzen Seite quer zur Faserlaufrichtung der Papierbahn geschnitten wurde.

C

Check-Your-Paper

WWF entwickelte ein umfassendes Tool zur ökologischen Gesamtbewertung von Papieren in Form einer Punktewerteskala (http://checkyourpaper.panda.org/). Empfehlenswert für alle, die etwas tiefer in die Materie Papier & Umwelt einsteigen wollen.

Chlor (chlorine)

Chlor war früher der bevorzugte Stoff zum Bleichen von Zellstoff. Wegen seiner schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt bzw. seiner Neigung, hochgiftige Dioxine zu bilden, wird Elementarchlor heute so gut wie nicht mehr zur Zellstoffbleiche eingesetzt.

Chlorarm (elementary chlorine free)

Chlorarm oder auch ECF (Elementary Chlorine Free) nennt man Papiere, die unter Verwendung von ausschließlich mit Chlorverbindungen, meistens Chlordioxid, gebleichtem Zellstoff hergestellt werden und deren sog. AOX-Wert unter 5 g/Tonne Papier liegt.

Chlordioxid (chlorine dioxide)

Chlordioxid ist eine Chlorverbindung, die zum Bleichen von Zellstoff eingesetzt wird. Sie ist gegenüber der früher eingesetzten Bleiche mit Chlor erheblich weniger Umwelt belastend.

Chlorfrei (chlorine free)

Chlorfrei oder auch TCF (Totally Chlorine Free) werden Papiere genannt, die mit Zellstoff hergestellt werden, der unter vollständigem Verzicht auf Chlor bzw. Chlorverbindungen gebleicht wurde und deren sog. AOX Wert > 1 g/Tonne liegt.

Clever-Box

Clever-Box ist die Bezeichnung für 2.500 Blatt Kopierpapier ungeriest im Karton. Auch Speedbox oder Nonstopbox genannt.

ColorLok

ColorLok ist ein von HP eingeführter Qualitätsstandard (www.colorlok.com) mit Schwerpunkt bei der Inkjet-Eignung eines Kopierpapiers. Beurteilt werden Farbbrillanz, Kontrastschärfe, Trocknungsschnelligkeit und Wischfestigkeit insb. beim Druck mit modernen pigment basierten Tinten. Papiere, die den vorgegebenen Mindestwerten entsprechen, dürfen mit dem C-Logo gekennzeichnet werden.

D

(Papier) Dicke (thickness)

Die Papierdicke sagt (indirekt) etwas über die Stabilität und Opazität sowie die Verarbeitbarkeit aus. Angaben zur Dicke erfolgen gem. ISO 534 in Micrometern (μm).

Dimensionsstabilität (dimension stability)

Die Dimensionsstabilität bezeichnet die Maßhaltigkeit des Kopierpapiers bei Einfluss durch äußere Faktoren wie z.B. Änderung des Feuchtigkeitsgehalt oder Zugbeanspruchung. Eine hohe D. ist eine wichtige Voraussetzung für die problemlose Verarbeitung des Kopierpapiers im Gerät.

DIN

DIN ist die Abkürzung für Deutsche Industrie Norm. Die Regelwerke enthalten auch eine ganze Reihe von Papier-Normen, z.B. zu Format, Größe, Alterungsbeständigkeit, Kopierfähigkeit.

DPI

DPI (englisch Dots Per Inch) bezeichnet die Abbildungs- oder Wiedergabeleistung (z.B. eines Druckers) in Anzahl der Punkte pro Quadratzoll.

E

ECF

ECF ist die Abkürzung für Elementary Chlorin Free - siehe Chlorarm

EMAS

siehe Umweltzeichen

(inapa tecno) Environmental Performance Indicator

Environmental Performance Indicator ist ein Tool der Inapa Group zur leicht verständlichen und doch umfassenden Information des Verbrauchers/Papieranwenders über das ökologische Profil des betreffenden Papiers. Sie finden diese auf der Rückseite aller inapa tecno Papiere - www.inapa-tecno.com/enviro.

EU-Eco-Label (Blume)

siehe Umweltzeichen

F

Faser (fiber)

Die Bezeichnung Faser bezieht sich auf Zellstoff oder Altpapier als wichtigste Rohstoffe der Papierherstellung. Sie dienen vor allem der Stabilität des Papiers. In einigen Regionen, z.B. Asien, wird auch Zellstoff auf Basis von Strohfasern in nennenswertem Umfang eingesetzt. Traditionell finden Hadern vor allem bei hochwertigen Schreibpapieren Verwendung. In Spezialpapieren auch synthetische bzw. mineralische Fasern.

(Papier) Feuchtegehalt (moisture)

Der Feuchtegehalt ist ein wesentliches Kriterium bei der Beurteilung der Verarbeitungsfähigkeit des Kopierpapiers. Ein zu hoher F. führt zu Welligkeit oder Tellern des Kopierpapiers und zu Laufstörungen und Teilauslassungen im Druckbild. Ein zu niedriger F. hat meistens statische Aufladungen und Fehleinzüge zur Folge. Der F. wird überwiegend gem. ISO EN 287 als sog. absoluter Wert in Prozent der Papiermasse angegeben. Er sollte bei Kopierpapieren bei 4 - 5 % und damit unter dem Wert für Offsetpapiere liegen. Zur Identifikation des F. und zur Behandlung feuchte-bedingter Probleme beim Kopierpapiereinsatz siehe auch Erste Hilfe.

Flächengewicht (substance)

Das Flächengewicht, auch als Grammatur bezeichnet, ist gem. DIN EN 430 das Gewicht eines Quadratmeters Papiers in Gramm (g/qm). So wiegt z.B. ein DIN A4 Blatt eines Standard Kopierpapiers (80g/qm) 5 Gramm. Das Flächengewicht spielt eine erhebliche Rolle, da die Büro- und Digitaldruckmaschinen je nach Grammatur unterschiedlich gut mit dem Papier umgehen können. Die auf einem Drucker/Kopierer weitestgehend problemlos einsetzbare Grammatur-Range kann dem Gerätehandbuch entnommen werden.

Format (format)

Ein Format ist gem. DIN 476 die Größe eines Papierblatt/-bogens nach Breite und Länge und wird überwiegend in der DIN A-Reihe angegeben. Ausgangsformat ist DIN A0, aus dessen Halbierung sich die weiteren Größen ergeben:

DIN A0 = 841 mm x 1.189 mm
DIN A1 = 594 mm x 841 mm
DIN A2 = 420 mm x 594 mm
DIN A3 = 297 mm x 420 mm
DIN A4 = 210 mm x 297 mm
DIN A5 = 148 mm x 210 mm
DIN A6 = 105 mm x 148 mm

FSC

siehe Umweltzeichen

Füllstoffe (filler)

Füllstoffe sind Zusatzstoffe, die bei der Papierherstellung zur Erreichung bestimmter Eigenschaften, namentlich Opazität, Oberflächenstruktur eingesetzt werden. Dies sind überwiegend Mineralstoffe, z.B. Kaolin, Kreide (Calciumcarbonat), aber auch Kunststoffe. Sie füllen die Räume zwischen den Zellstofffasern und bewirken so z.B. eine glattere, besser bedruckbare Oberfläche des Papiers.

G

Gestrichen (coated)

Gestrichen wird ein Papier bezeichnet, das eine besondere Oberflächenbeschichtung, den Strich, erhalten hat. Dieser erfolgt in der Streichmaschine durch gleichmäßiges Auftragen einer Streichmasse, die überwiegend aus Kaolin u.a. Mineralien sowie Farbpigmenten besteht. Die dadurch erreichte höhere Oberflächenglätte bringt eine bessere Bedruckbarkeit mit höheren Kontrasten und Detailschärfen sowie eine bessere Farbwiedergabe mit sich. Der Strich kann einseitig, doppelseitig, matt, seidenmatt oder glänzend sein. Insbesondere für Foto Inkjet-Papiere werden auch Kunststoffe zur Steuerung der Tintenaufnahme eingesetzt.

(Oberflächen) Glätte (surface smoothness/roughness)

siehe Rauhigkeit

Grammatur (grammage)

siehe Flächengewicht

H

Hadern (rags)

Hadern ist der Fachbegriff für baumwoll-basierte Fasern (z.B. Lumpen), die in der geschichtlichen Papierherstellung eine elementare Rolle spielten. H. werden heute nur noch in sehr hochwertigen Imagepapieren eingesetzt.

Holzfrei (wood free)

Holzfreie Papiere bestehen aus Frischfaserzellstoff mit einem Holzanteil von unter 5 %. Diese Papiere enthalten vor allem weniger Lignine und andere unerwünschte Holz- Reststoffe, die u.a. die Alterungsbeständigkeit des Papiers negativ beeinflussen. Sie sind meistens weißer als holzhaltige Papiere.

Holzhaltig (woody)

Holzhaltige Papiere werden auf der Basis mechanisch gewonnener Zellstoffe, auch Holzschliff genannt, hergestellt. Sie vergilben schneller und sind eingeschränkt alterungsbeständig. Wegen der im Papier enthaltenen Lingnine und anderen Holz- Reststoffe, die sich bei Hitzeeinwirkung aus dem Papier lösen und an Trommeln und Koronen ablagern, sind sie zum Einsatz auf xerografischen bzw. Laser basierten Geräten nicht geeignet.

I

Inkjet-Papier (inkjet paper)

Ein Inkjet-Papier ist ein Papier, das durch zusätzliche Oberflächenbehandlung, z.B. Streichen, für den Tintenstrahldruck optimiert wurde. Sie zielt in erster Linie darauf ab, die Saugfähigkeit zu erhöhen, sodass Tinte schnell gebunden und wischfest wird. Auch große Mengen an Tinte (z.B. bei Fotodrucken) müssen aufgenommen werden können, ohne dass das Papier durchweicht oder wellig wird. In modernen Foto- Inkjet-Papieren kommen weitere Techniken wie z.B. eine mikroporöse Strukturierung der Beschichtung zur verbesserten Farbabsorption hinzu Micropourus Papiere. In der Regel sind beschichtete Spezial-Inkjet-Papiere zum Einsatz auf xerografischen bzw. Laser basierten Geräten nicht geeignet.

ISO

ISO ist die Abkürzung für International Organization for Standardization (www.iso.org). ähnlich der deutschen DIN. Die meisten heute für Kopierpapiere relevanten Regelwerke sind ISO Normen. Siehe i.ü. die Bezugnahmen in den Ausführungen zu den jeweiligen Fachbegriffen.

ISO 9001

Regelwerk ISO 9001 dient der kontinuierlichen Verbesserung der Qualitätsleistungen eines Unternehmens und deren Dokumentation.

ISO 14.001

siehe Umweltzeichen

J

Keine Einträge verfügbar

K

Kalander (calander)

Stahlwalzen, die in der Papierherstellung zur Erzielung besonders hoher Oberflächenglätte des Papiers eingesetzt werden, bezeichnet man als Kalander.

Kopierpapier (copy paper)

Kopierpapier ist ein Papier, das sich besonders für den Einsatz auf xerografischen Fotokopiergeräten eignet. Um störungsfrei verarbeitet werden zu können, sind insb. eine hohe Hitzebeständigkeit (bis 200°C), eine gegenüber Offsetpapieren geringere Feuchte (4 - 5 %), eine beidseitige gleichmäßige Glätte sowie bestimmte elektrostatische Eigenschaften wesentlich. Zudem müssen K. eine hohe Festigkeit und Dimensionsstabiltät aufweisen, um sich durch den Kopiervorgang nicht zu verziehen bzw. wellig zu werden. Da einige K. eine fabrikseitige Vorwölbung haben, ist bei Einlage in das Gerätefach darauf zu achten, dass die mit einem Pfeil auf der Verpackung gekennzeichnete Seite zuerst kopiert wird, da es sonst zu stärkeren Wellungen des K. und zu einer Störung in der Papierausgabe kommen kann. Der Begriff K. hat sich auch für solche Papiere erhalten, die zum Einsatz auf Laser basierten Kopier- und Druckgeräten geeignet sind. Die Kopiereignung von Papieren ist heute in der europäischen EN 12281 definiert.

L

Laser

Die Laser-Technologie wird heute überwiegend zur Übertragung eines Motivs auf den Fotoleiter (Trommel) eingesetzt (Xerografie, Kopierpapier). Daneben spielen LED (Leuchtdioden) basierte Drucktechniken noch eine erhebliche Rolle.

Laser(druck)papier (laser paper)

Laserpapiere zeichneen sich durch eine Reihe von für das Laserdruckverfahren typischen Eigenschaften ähnlich denen für Kopierpapier aus.

(Faser) Laufrichtung (grain, long/short)

Die Laufrichtung bezeichnet die Richtung, in welcher die Papiermasse über die Papiermaschine in der Herstellung gelaufen ist und den sich hieraus ergebenden Faserlauf im Papier, meistens parallel zur Laufrichtung. Die Unterscheidung spielt eine Rolle, weil das Papier in Laufrichtung eine höhere Festigkeit und Steifigkeit hat als in Querrichtung. Papiere, die mit ihrer langen Seite parallel zur Faserlaufrichtung aus der Papierbahn geschnitten wurden, werden als Schmalbahn (SB) gekennzeichnet. Papiere, die mit ihrer kurzen Seite parallel zur Faserlaufrichtung geschnitten wurden, heißen Breitbahn (BB). Papiere im DIN A4 Format werden fast ausschließlich als SB, solche im DIN A3 Format als BB gerüstet. Zur Feststellung der Laufrichtung siehe auch Erste Hilfe Papier.

LED (-druck)

Bei diesem Druckverfahren wird zur Motivübertragung auf den Fotoleiter (Trommel) die LED-Technik einsetzt und an das Papier besondere Anforderungen gestellt, ähnliche dem Kopierpapier.

Lichtundurchlässigkeit (opacity)

siehe Opazität

M

Mottling

Mottling bezeichnet das insb. beim Inkjetdruck auf ungeeignetem Papier zu beobachtende Phänomen einer wolkigen, fleckigen Farbwiedergabe.

N

Nonstop-Box

Als Nonstop-Box bezeichnet man 2.500 Blatt Kopierpapier ungeriest im Karton.

O

Opazität (opacity)

Opazität ist das Maß für die Lichtundurchlässigkeit eines Papiers. Sie wird gem. ISO 2471 in Prozent (des reflektierten Lichts) angegeben und ist vor allem für die Beurteilung der beidseitigen Bedruckbarkeit eines Papiers wichtig, ohne dass es zu einem Durchscheinen des gegenseitigen Druckbildes kommt. Werte um 92 % gelten als Durchschnitt für heutige Standardkopierpapiere.

Optische Aufheller (optical brigtheners)

Zusatzstoffe, die ultraviolette Strahlen absorbieren können und als sichtbare Strahlen wieder abgeben, sind optische Aufheller. Durch diese Stoffe wird der Weißgrad von Papieren erhöht. Papiere ohne Einsatz von optischen Aufhellern werden auch OBF (Optical Brighteners Free) gekennzeichnet.

P

Paper Profile

Paper Profile (www.paperprofile.com) ist die standardisierte Form der (freiwilligen) Selbstauskunft der Papierindustrie zu den technischen (Umwelt-) Daten eines Papiers. Dies ist bei Papier Union auf Anfrage für die meisten Sorten abrufbar.

Papierqualität (paper quality)

Die Papierqualität wird heute bei Büropapieren nach Economy-, Standard- und Premiumqualität unterschieden. Hinzukommen Spezialpapiere für Farb- (Laser/Inkjet-) Druck, farbige Papiere und Recyclingpapiere. Auch wenn mit modernen Economypapieren vielfach befriedigende Ergebnisse erzielt werden, so zeigen Standard- und vor allem Premiumpapiere neben einer höheren Weiße eine deutlich bessere Performance vor allem bei farbigen und Highspeed-Anwendungen. Zudem sind nur diese Papiere in einer breiteren Range von Grammaturen und Formaten für spezielle Einsatzzwecke lieferbar.

PEFC

siehe Umweltzeichen

Pfeil (arrow … indicating first side to print)

Der Pfeil auf der Verpackung eines Kopierpapiers zeigt an, mit welcher Seite das Papier zuerst bedruckt werden soll. Dies ist bei der Einlage des Papiers in den Papierschacht des Geräts zu beachten, wobei dem Gerätehandbuch entnommen werden muss, wie das Papier eingezogen und erstseitig bedruckt wird. Der Pfeil hat bei auf modernsten Anlagen gefertigten Kopierpapieren stark an Bedeutung verloren und wird nur noch vereinzelt angegeben.

Q

Keine Einträge verfügbar

R

(Oberflächen) Rauigkeit

Die Rauigkeit bzw. die Glätte eines Papiers bestimmt wesentlich seine Eigenschaft Texte und Bilder hochaufgelöst und detailstark, sowie Farbverläufe und Zwischenfarben besonders naturgetreu wiedergeben zu können. Sie wird durch (zusätzliche) Glättung des Papiers in Kalandern ereicht. Die R. wird üblicherweise gem. ISO 8791-4 ermittelt, indem die Luftleckage zwischen Papieroberfläche und Messgerätekopf bzw. die sog. mittlere Porentiefe ermittelt wird. Die Angabe erfolgt in Bekk. Die Oberflächenglätte gem. ISO 5627 wird ermittelt, indem die Luftdurchlässigkeit das Papiers gemessen wird. Die Angabe erfolgt in Millilitern pro Minute (ml/min). Ein hoher ml/min-Wert indiziert eine hohe R. (bzw. niedrige Oberflächenglätte) zeigt. Die durchschnittliche R. liegt bei modernen Kopierpapieren bei 200-220 ml/min. Spezial Color Laser/Copy Papiere erreichen Werte von 100 ml/min und niedriger, sind also deutlich glatter als Standardkopierpapiere.

Recycling

Recycling ist der Wiederverwertungsvorgang von Altpapieren. Papier, das aus Altpapieren hergestellt wurde, bezeichnet man als Recycling Papier. Da die Altpapierfasern bei jeder erneuten Verwendung kürzer und instabiler werden, ist der Recyclingprozess ohne Zugabe von Frischfaser nicht unbegrenzt wiederholbar (4-6 Mal), ohne dass die Festigkeit des Papiers deutlich nachlässt.

Recycling-Papier

Recycling-Papier wird aus Altpapier hergestellt.

Reißfestigkeit

Reißfestigkeit und Zugfestigkeit sind wichtige Parameter für alle weiterverarbeitenden Prozesse, in denen das Papier starken Zugbelastungen ausgesetzt wird. Das ist bei Kopierpapieren in aller Regel nicht der Fall, weshalb die R. im Gegensatz zur (Biege-) Steifigkeit hier keine wesentliche Rolle spielt. Sie wird gem. ISO 1924-2 in Form einer Zerreißprüfung unter Einbeziehung von Bruchlast, Flächengewicht und Reißlänge ermittelt.

Ries (ream)

Ein Ries ist die fachmännische Bezeichnung für eine in einem Ries-Bogen eingeschlagene bestimmte Menge Papier. Das Riespapier ist mit PE beschichtet, um einen Klimaschutz und eine gleich bleibende Feuchte des Papiers sicherzustellen. Die Ries-Menge (in Blatt/Bogen) richtet nach der Dicke bzw. Grammatur des Papiers. Bei einem Standard-Kopierpapier DIN A4 mit 80 g/qm enthält ein Ries 500 Blatt.

S

Satiniert (calandered)

Als satiniert werden Papiere bezeichnet, deren Oberfläche durch zusätzlichen Lauf durch Kalander (Stahlwalzen) besonders stark geglättet bzw. satiniert wurde.

Schmalbahn (SB)

Schmalbahn gibt an, dass das Papierblatt bzw. der Papierbogen mit der Längsseite parallel zur Faserlaufrichtung der Papierbahn geschnitten wurde.

Statische Aufladung (electrostatic charge)

Eine statische Aufladung des Papiers entsteht durch Reibungsenergie im Druck-/Kopiergerät, durch zu trockenes Papier oder eine ungenügende Entladung nach dem Druck-/Kopierprozess. Durch statische Ladung anhaftendes Papier führt zu erheblichen Störungen im Papierlauf und bei der Weiterverarbeitung. Zur Feststellung und zur Behebung von Problemen siehe Erste Hilfe.

Steifigkeit (stiffness)

Die Steifigkeit ist ein wesentliches Qualitätskriterium für die Beurteilung der Verarbeitbarkeit von Kopierpapier in modernen Druck-/Kopiergeräten. Insb. bei kompakten Geräten wird das Kopierpapier durch die mehrfache Umleitung im internen Prozessweg stark mechanisch belastet. Zu „labberige“ Kopierpapiere führen dann oft zu Staus u.ä. Problemen. Die S. wird gem. ISO 2493 (5628) als diejenige Kraft in Milli-Newton (mN) angegeben, die zur Biegung eines definierten Papierteststreifens um 15 Grad aufgewendet werden muss. Sie wird mit Blick auf die Faserlaufrichtung als Wert längs und quer zu derselben angegeben.

T

TCF

TCF ist die Abkürzung für Totally Chlorine Free - siehe Chlorfrei

Technisches Datenblatt

Technisches Datenblatt bezeichnet ein Dokument mit allen wesentlichen (Umwelt-) Daten für das betreffende Papier und ist bei der Papier Union für alle inapa tecno Papiere auf Anfrage erhältlich.

U

Umweltzeichen

Umweltzeichen zeigen an, dass das Kopierpapier gesteigerte ökologische Anforderungen hinsichtlich Rohstoffeinsatz, Produktionsverfahren und Management erfüllt. Die bekanntesten U. für Kopierpaier sind:

Der Blauer Engel ist ein Umweltzertifikat, welches Papieren verliehen werden kann, wenn diese zu mindestens 95 % aus Altpapier aus der unteren Klassen hergestellt werden und bestimmte weitere strenge Voraussetzungen hinsichtlich des Einsatzes von Chemikalien und Füllstoffen erfüllen (www.blauerengel.de).

FSC (www.fsc-deutschland.de), Abkürzung für Forest Stewardship Council, ein besonders von den Umweltorganisationen unterstütztes Zertifizierungssystem für ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltige Waldbewirtschaftung und die angeschlossene (Holz-) Produktkette. Wegen der nach wie vor beschränkt verfügbaren Holz- bzw. Zellstoffmengen ist dieses überwiegend bei höherpreisigen Kopierpaieren anzutreffen. Zu unterscheiden sind drei Kategorien mit eigenen Produktlabeln:
FSC 100%
FSC Mixed
FSC Recycled

PEFC (www.pefc.de) ist die Abkürzung für Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes, eine Art Dachorganisation bzw. –standard mit Mindestanforderungen für verschiedene nationale Wald- und Produktketten-Zertifizierungssysteme. Die Organisation hat weltweit den größeren Bestand zertifizierter Flächen, ist aber in einigen Punkten nicht so restriktiv wie FSC und deshalb in größeren Mengen auch für preiswertere Kopierpaiere verfügbar. Zu unterscheiden sind ähnlich FSC folgende Produktlabel:
PEFC mit Prozentangabe
PEFC Recycled

Das EU-Eco-Label (Blume, www.eco-label.com) ist das Öko-Label der Europäischen Gemeinschaft, das unter anderem auch für Recycling- und Frischfaser-Papiere vergeben wird. Diese müssen strenge Voraussetzungen, hinsichtlich Rohstoffherkunft (mindestens 50 % aus gem. FSC-/PEFC-zertifizierter Waldwirtschaft) und -zusammensetzung erfüllen, sowie vorgegebene Emissionsgrenzwerte bei der Herstellung einhalten und einigen weiteren Umweltkriterien entsprechen. ISO 14.001 (www.iso.org) ist ein Umwelt-Management Standard, der die Rahmenbedingungen für eine kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistungen eines Unternehmens und deren Dokumentation bestimmt.

EMAS (www.emas.org.uk) ist ähnlich ISO 14.001 ein Umwelt-Management Standard, der über die Anforderungen der ISO 14.001 hinausgeht und eine regelmäßige Veröffentlichung der Daten zwingend vorschreibt.

Ungeriest

Ungeriest bezeichnet die Ausrüstung des Kopierpaiers ohne Unterverpackung im Ries direkt im Karton, standardmäßig mit 2.500 Blatt. Ursprünglich vor allem für Hochleistungskopierer mit größeren Papieraufnahmefächern entwickelt, bietet diese Verpackungsform, auch Nonstop- oder Clever-Box genannt, wegen des reduzierten Einsatzes von Verpackungsmatrialien auch ökologische Vorteile.

V

Vorwölbung (swell)

Eine Vorwölbung ist eine Konditionierung des Kopierpapiers durch die Papierfabrik, um der durch faserverlauf- und hitze-bedingten unterschiedlichen Wölbungsneigung des Kopierpapier im Gerät entgegenzuwirken. Sie erfordert insb. die Beachtung des Pfeils auf der Riesverpackung zwecks richtiger Einlage des Kopierpapiers in das Gerätefach.

W

Wasserzeichen

Bei Durchsicht des Papiers gegen das Licht besonders gut erkennbare hellere/dunklere Zeichen und Formen, meistens Markenzeichen und Wappen, aber auch über das ganze Blatt verteilte Linien und andere regelmäßige Strukturen werden als Wasserzeichen bezeichnet. Als sog. echte W. entstehen sie durch mechanische Einwirkung des – in der Papiermaschine installierten - Egoutteurs (Walze mit der Negativform des W.) auf die noch nasse Papierbahn. Sie finden überwiegend bei hochwertigen Korrespondenzpapieren Verwendung, die u.U. auch kopier- bzw. Laser/Inkjetdruck-geeignet sind.

Weiß(grad) (brightness)

Der Weißgrad bestimmt wesentlich die Wertigkeit eines Kopierpapiers und seinen Preis, obwohl es sich nicht um ein Papierqualitätsmerkmal i.e.S. handelt. Sie wird vor allem durch die Zugabe von optischen Aufhellern wie z.B. Titanoxid erreicht und ist relativ kostenintensiv. Allerdings ist die empfundene Weiße eines Papiers mehr vom Farbort als vom labortechnisch gemessenen Weißgrad abhängig. Bläulichere Weißtöne werden überwiegend als „weißer“ wahrgenommen als rötliche, die wiederum vielfach als angenehmer bei der Textlektüre gelten. Die Weiße-Angabe erfolgt heute überwiegend gem. ISO 11475 als CIE Wert in Prozent des vom Paper reflektierten Lichts bei Beleuchtung mit einer Norm-Lichtquelle.

Welligkeit (corrugation)

Die Welligkeit hängt mit der Neigung von Kopierpapier zusammen, Feuchtigkeit aus seiner Umgebung aufzunehmen (Hydrophobie) und entsteht, wenn die Luftfeuchtigkeit im Raum höher als die im Kopierpapier ist. Sie führt zu Störungen in der Verarbeitung im Gerät. Zu Maßnahmen bei W. siehe Erste Hilfe.

X

Xerografie

Xerografie ist ein Verfahren, bei dem das Motiv fotografisch erfasst und unter Einsatz eines pulverförmigen Farbstoffs (Toner) mittels elektrischer Ladung über einen Fotoleiter (Trommel) und anschließender Hitzefixierung auf das Papier übertragen wird. Die fotografische Übertragung wurde zwischenzeitlich fast vollständig durch Laser- bzw. LED-Techniken abgelöst.

Y

Keine Einträge verfügbar

Z

Zellstoff (pulp)

Als Zellstoff bezeichnet man das mittels chemischen Kochens von Holzschnitzeln gewonnene Fasermaterial. Es stellt den wesentlichen Bestandteil aller sog. holzfreien Papiere dar.

Zweiseitigkeit (two sidedness)

Zweiseitigkeit von Kopierpapier bezeichnet den Umstand, dass fertigungsbedingt (auf Langsiebpapiermaschine mit einseitiger Entwässerung) ein deutlicher Unterschied der beiden Seiten (mit einer raueren s.g. Siebseite) eines Papiers feststellbar ist. Es handelt sich um einen unerwünschten Effekt, der in der Verarbeitung auf xerografischen und Laser-Geräten zu Problemen führen kann, insb. wenn das Papier mit der falschen Seite (Pfeil) oder beidseitig bedruckt wird. Die Z. spielt in der modernen Papierherstellung (auf Maschinen mit Duo-Former und beidseitiger Siebentwässerung) allerdings heute kaum noch eine Rolle.

Zellstoff (pulp)

Als Zellstoff bezeichnet man das mittels chemischen Kochens von Holzschnitzeln gewonnene Fasermaterial. Es stellt den wesentlichen Bestandteil aller sog. holzfreien Papiere dar.

Zweiseitigkeit (two sidedness)

Zweiseitigkeit von Kopierpapier bezeichnet den Umstand, dass fertigungsbedingt (auf Langsiebpapiermaschine mit einseitiger Entwässerung) ein deutlicher Unterschied der beiden Seiten (mit einer raueren s.g. Siebseite) eines Papiers feststellbar ist. Es handelt sich um einen unerwünschten Effekt, der in der Verarbeitung auf xerografischen und Laser-Geräten zu Problemen führen kann, insb. wenn das Papier mit der falschen Seite (Pfeil) oder beidseitig bedruckt wird. Die Z. spielt in der modernen Papierherstellung (auf Maschinen mit Duo-Former und beidseitiger Siebentwässerung) allerdings heute kaum noch eine Rolle.

Keine Einträge verfügbar

Xerografie

Xerografie ist ein Verfahren, bei dem das Motiv fotografisch erfasst und unter Einsatz eines pulverförmigen Farbstoffs (Toner) mittels elektrischer Ladung über einen Fotoleiter (Trommel) und anschließender Hitzefixierung auf das Papier übertragen wird. Die fotografische Übertragung wurde zwischenzeitlich fast vollständig durch Laser- bzw. LED-Techniken abgelöst.

Wasserzeichen

Bei Durchsicht des Papiers gegen das Licht besonders gut erkennbare hellere/dunklere Zeichen und Formen, meistens Markenzeichen und Wappen, aber auch über das ganze Blatt verteilte Linien und andere regelmäßige Strukturen werden als Wasserzeichen bezeichnet. Als sog. echte W. entstehen sie durch mechanische Einwirkung des – in der Papiermaschine installierten - Egoutteurs (Walze mit der Negativform des W.) auf die noch nasse Papierbahn. Sie finden überwiegend bei hochwertigen Korrespondenzpapieren Verwendung, die u.U. auch kopier- bzw. Laser/Inkjetdruck-geeignet sind.

Weiß(grad) (brightness)

Der Weißgrad bestimmt wesentlich die Wertigkeit eines Kopierpapiers und seinen Preis, obwohl es sich nicht um ein Papierqualitätsmerkmal i.e.S. handelt. Sie wird vor allem durch die Zugabe von optischen Aufhellern wie z.B. Titanoxid erreicht und ist relativ kostenintensiv. Allerdings ist die empfundene Weiße eines Papiers mehr vom Farbort als vom labortechnisch gemessenen Weißgrad abhängig. Bläulichere Weißtöne werden überwiegend als „weißer“ wahrgenommen als rötliche, die wiederum vielfach als angenehmer bei der Textlektüre gelten. Die Weiße-Angabe erfolgt heute überwiegend gem. ISO 11475 als CIE Wert in Prozent des vom Paper reflektierten Lichts bei Beleuchtung mit einer Norm-Lichtquelle.

Welligkeit (corrugation)

Die Welligkeit hängt mit der Neigung von Kopierpapier zusammen, Feuchtigkeit aus seiner Umgebung aufzunehmen (Hydrophobie) und entsteht, wenn die Luftfeuchtigkeit im Raum höher als die im Kopierpapier ist. Sie führt zu Störungen in der Verarbeitung im Gerät. Zu Maßnahmen bei W. siehe Erste Hilfe.

Vorwölbung (swell)

Eine Vorwölbung ist eine Konditionierung des Kopierpapiers durch die Papierfabrik, um der durch faserverlauf- und hitze-bedingten unterschiedlichen Wölbungsneigung des Kopierpapier im Gerät entgegenzuwirken. Sie erfordert insb. die Beachtung des Pfeils auf der Riesverpackung zwecks richtiger Einlage des Kopierpapiers in das Gerätefach.

Umweltzeichen

Umweltzeichen zeigen an, dass das Kopierpapier gesteigerte ökologische Anforderungen hinsichtlich Rohstoffeinsatz, Produktionsverfahren und Management erfüllt. Die bekanntesten U. für Kopierpaier sind:

Der Blauer Engel ist ein Umweltzertifikat, welches Papieren verliehen werden kann, wenn diese zu mindestens 95 % aus Altpapier aus der unteren Klassen hergestellt werden und bestimmte weitere strenge Voraussetzungen hinsichtlich des Einsatzes von Chemikalien und Füllstoffen erfüllen (www.blauerengel.de).

FSC (www.fsc-deutschland.de), Abkürzung für Forest Stewardship Council, ein besonders von den Umweltorganisationen unterstütztes Zertifizierungssystem für ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltige Waldbewirtschaftung und die angeschlossene (Holz-) Produktkette. Wegen der nach wie vor beschränkt verfügbaren Holz- bzw. Zellstoffmengen ist dieses überwiegend bei höherpreisigen Kopierpaieren anzutreffen. Zu unterscheiden sind drei Kategorien mit eigenen Produktlabeln:
FSC 100%
FSC Mixed
FSC Recycled

PEFC (www.pefc.de) ist die Abkürzung für Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes, eine Art Dachorganisation bzw. –standard mit Mindestanforderungen für verschiedene nationale Wald- und Produktketten-Zertifizierungssysteme. Die Organisation hat weltweit den größeren Bestand zertifizierter Flächen, ist aber in einigen Punkten nicht so restriktiv wie FSC und deshalb in größeren Mengen auch für preiswertere Kopierpaiere verfügbar. Zu unterscheiden sind ähnlich FSC folgende Produktlabel:
PEFC mit Prozentangabe
PEFC Recycled

Das EU-Eco-Label (Blume, www.eco-label.com) ist das Öko-Label der Europäischen Gemeinschaft, das unter anderem auch für Recycling- und Frischfaser-Papiere vergeben wird. Diese müssen strenge Voraussetzungen, hinsichtlich Rohstoffherkunft (mindestens 50 % aus gem. FSC-/PEFC-zertifizierter Waldwirtschaft) und -zusammensetzung erfüllen, sowie vorgegebene Emissionsgrenzwerte bei der Herstellung einhalten und einigen weiteren Umweltkriterien entsprechen. ISO 14.001 (www.iso.org) ist ein Umwelt-Management Standard, der die Rahmenbedingungen für eine kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistungen eines Unternehmens und deren Dokumentation bestimmt.

EMAS (www.emas.org.uk) ist ähnlich ISO 14.001 ein Umwelt-Management Standard, der über die Anforderungen der ISO 14.001 hinausgeht und eine regelmäßige Veröffentlichung der Daten zwingend vorschreibt.

Ungeriest

Ungeriest bezeichnet die Ausrüstung des Kopierpaiers ohne Unterverpackung im Ries direkt im Karton, standardmäßig mit 2.500 Blatt. Ursprünglich vor allem für Hochleistungskopierer mit größeren Papieraufnahmefächern entwickelt, bietet diese Verpackungsform, auch Nonstop- oder Clever-Box genannt, wegen des reduzierten Einsatzes von Verpackungsmatrialien auch ökologische Vorteile.

TCF

TCF ist die Abkürzung für Totally Chlorine Free - siehe Chlorfrei

Technisches Datenblatt

Technisches Datenblatt bezeichnet ein Dokument mit allen wesentlichen (Umwelt-) Daten für das betreffende Papier und ist bei der Papier Union für alle inapa tecno Papiere auf Anfrage erhältlich.

Satiniert (calandered)

Als satiniert werden Papiere bezeichnet, deren Oberfläche durch zusätzlichen Lauf durch Kalander (Stahlwalzen) besonders stark geglättet bzw. satiniert wurde.

Schmalbahn (SB)

Schmalbahn gibt an, dass das Papierblatt bzw. der Papierbogen mit der Längsseite parallel zur Faserlaufrichtung der Papierbahn geschnitten wurde.

Statische Aufladung (electrostatic charge)

Eine statische Aufladung des Papiers entsteht durch Reibungsenergie im Druck-/Kopiergerät, durch zu trockenes Papier oder eine ungenügende Entladung nach dem Druck-/Kopierprozess. Durch statische Ladung anhaftendes Papier führt zu erheblichen Störungen im Papierlauf und bei der Weiterverarbeitung. Zur Feststellung und zur Behebung von Problemen siehe Erste Hilfe.

Steifigkeit (stiffness)

Die Steifigkeit ist ein wesentliches Qualitätskriterium für die Beurteilung der Verarbeitbarkeit von Kopierpapier in modernen Druck-/Kopiergeräten. Insb. bei kompakten Geräten wird das Kopierpapier durch die mehrfache Umleitung im internen Prozessweg stark mechanisch belastet. Zu „labberige“ Kopierpapiere führen dann oft zu Staus u.ä. Problemen. Die S. wird gem. ISO 2493 (5628) als diejenige Kraft in Milli-Newton (mN) angegeben, die zur Biegung eines definierten Papierteststreifens um 15 Grad aufgewendet werden muss. Sie wird mit Blick auf die Faserlaufrichtung als Wert längs und quer zu derselben angegeben.

(Oberflächen) Rauigkeit

Die Rauigkeit bzw. die Glätte eines Papiers bestimmt wesentlich seine Eigenschaft Texte und Bilder hochaufgelöst und detailstark, sowie Farbverläufe und Zwischenfarben besonders naturgetreu wiedergeben zu können. Sie wird durch (zusätzliche) Glättung des Papiers in Kalandern ereicht. Die R. wird üblicherweise gem. ISO 8791-4 ermittelt, indem die Luftleckage zwischen Papieroberfläche und Messgerätekopf bzw. die sog. mittlere Porentiefe ermittelt wird. Die Angabe erfolgt in Bekk. Die Oberflächenglätte gem. ISO 5627 wird ermittelt, indem die Luftdurchlässigkeit das Papiers gemessen wird. Die Angabe erfolgt in Millilitern pro Minute (ml/min). Ein hoher ml/min-Wert indiziert eine hohe R. (bzw. niedrige Oberflächenglätte) zeigt. Die durchschnittliche R. liegt bei modernen Kopierpapieren bei 200-220 ml/min. Spezial Color Laser/Copy Papiere erreichen Werte von 100 ml/min und niedriger, sind also deutlich glatter als Standardkopierpapiere.

Recycling

Recycling ist der Wiederverwertungsvorgang von Altpapieren. Papier, das aus Altpapieren hergestellt wurde, bezeichnet man als Recycling Papier. Da die Altpapierfasern bei jeder erneuten Verwendung kürzer und instabiler werden, ist der Recyclingprozess ohne Zugabe von Frischfaser nicht unbegrenzt wiederholbar (4-6 Mal), ohne dass die Festigkeit des Papiers deutlich nachlässt.

Recycling-Papier

Recycling-Papier wird aus Altpapier hergestellt.

Reißfestigkeit

Reißfestigkeit und Zugfestigkeit sind wichtige Parameter für alle weiterverarbeitenden Prozesse, in denen das Papier starken Zugbelastungen ausgesetzt wird. Das ist bei Kopierpapieren in aller Regel nicht der Fall, weshalb die R. im Gegensatz zur (Biege-) Steifigkeit hier keine wesentliche Rolle spielt. Sie wird gem. ISO 1924-2 in Form einer Zerreißprüfung unter Einbeziehung von Bruchlast, Flächengewicht und Reißlänge ermittelt.

Ries (ream)

Ein Ries ist die fachmännische Bezeichnung für eine in einem Ries-Bogen eingeschlagene bestimmte Menge Papier. Das Riespapier ist mit PE beschichtet, um einen Klimaschutz und eine gleich bleibende Feuchte des Papiers sicherzustellen. Die Ries-Menge (in Blatt/Bogen) richtet nach der Dicke bzw. Grammatur des Papiers. Bei einem Standard-Kopierpapier DIN A4 mit 80 g/qm enthält ein Ries 500 Blatt.

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Paper Profile

Paper Profile (www.paperprofile.com) ist die standardisierte Form der (freiwilligen) Selbstauskunft der Papierindustrie zu den technischen (Umwelt-) Daten eines Papiers. Dies ist bei Papier Union auf Anfrage für die meisten Sorten abrufbar.

Papierqualität (paper quality)

Die Papierqualität wird heute bei Büropapieren nach Economy-, Standard- und Premiumqualität unterschieden. Hinzukommen Spezialpapiere für Farb- (Laser/Inkjet-) Druck, farbige Papiere und Recyclingpapiere. Auch wenn mit modernen Economypapieren vielfach befriedigende Ergebnisse erzielt werden, so zeigen Standard- und vor allem Premiumpapiere neben einer höheren Weiße eine deutlich bessere Performance vor allem bei farbigen und Highspeed-Anwendungen. Zudem sind nur diese Papiere in einer breiteren Range von Grammaturen und Formaten für spezielle Einsatzzwecke lieferbar.

PEFC

siehe Umweltzeichen

Pfeil (arrow … indicating first side to print)

Der Pfeil auf der Verpackung eines Kopierpapiers zeigt an, mit welcher Seite das Papier zuerst bedruckt werden soll. Dies ist bei der Einlage des Papiers in den Papierschacht des Geräts zu beachten, wobei dem Gerätehandbuch entnommen werden muss, wie das Papier eingezogen und erstseitig bedruckt wird. Der Pfeil hat bei auf modernsten Anlagen gefertigten Kopierpapieren stark an Bedeutung verloren und wird nur noch vereinzelt angegeben.

Opazität (opacity)

Opazität ist das Maß für die Lichtundurchlässigkeit eines Papiers. Sie wird gem. ISO 2471 in Prozent (des reflektierten Lichts) angegeben und ist vor allem für die Beurteilung der beidseitigen Bedruckbarkeit eines Papiers wichtig, ohne dass es zu einem Durchscheinen des gegenseitigen Druckbildes kommt. Werte um 92 % gelten als Durchschnitt für heutige Standardkopierpapiere.

Optische Aufheller (optical brigtheners)

Zusatzstoffe, die ultraviolette Strahlen absorbieren können und als sichtbare Strahlen wieder abgeben, sind optische Aufheller. Durch diese Stoffe wird der Weißgrad von Papieren erhöht. Papiere ohne Einsatz von optischen Aufhellern werden auch OBF (Optical Brighteners Free) gekennzeichnet.

Nonstop-Box

Als Nonstop-Box bezeichnet man 2.500 Blatt Kopierpapier ungeriest im Karton.

Mottling

Mottling bezeichnet das insb. beim Inkjetdruck auf ungeeignetem Papier zu beobachtende Phänomen einer wolkigen, fleckigen Farbwiedergabe.

Laser

Die Laser-Technologie wird heute überwiegend zur Übertragung eines Motivs auf den Fotoleiter (Trommel) eingesetzt (Xerografie, Kopierpapier). Daneben spielen LED (Leuchtdioden) basierte Drucktechniken noch eine erhebliche Rolle.

Laser(druck)papier (laser paper)

Laserpapiere zeichneen sich durch eine Reihe von für das Laserdruckverfahren typischen Eigenschaften ähnlich denen für Kopierpapier aus.

(Faser) Laufrichtung (grain, long/short)

Die Laufrichtung bezeichnet die Richtung, in welcher die Papiermasse über die Papiermaschine in der Herstellung gelaufen ist und den sich hieraus ergebenden Faserlauf im Papier, meistens parallel zur Laufrichtung. Die Unterscheidung spielt eine Rolle, weil das Papier in Laufrichtung eine höhere Festigkeit und Steifigkeit hat als in Querrichtung. Papiere, die mit ihrer langen Seite parallel zur Faserlaufrichtung aus der Papierbahn geschnitten wurden, werden als Schmalbahn (SB) gekennzeichnet. Papiere, die mit ihrer kurzen Seite parallel zur Faserlaufrichtung geschnitten wurden, heißen Breitbahn (BB). Papiere im DIN A4 Format werden fast ausschließlich als SB, solche im DIN A3 Format als BB gerüstet. Zur Feststellung der Laufrichtung siehe auch Erste Hilfe Papier.

LED (-druck)

Bei diesem Druckverfahren wird zur Motivübertragung auf den Fotoleiter (Trommel) die LED-Technik einsetzt und an das Papier besondere Anforderungen gestellt, ähnliche dem Kopierpapier.

Lichtundurchlässigkeit (opacity)

siehe Opazität

Kalander (calander)

Stahlwalzen, die in der Papierherstellung zur Erzielung besonders hoher Oberflächenglätte des Papiers eingesetzt werden, bezeichnet man als Kalander.

Kopierpapier (copy paper)

Kopierpapier ist ein Papier, das sich besonders für den Einsatz auf xerografischen Fotokopiergeräten eignet. Um störungsfrei verarbeitet werden zu können, sind insb. eine hohe Hitzebeständigkeit (bis 200°C), eine gegenüber Offsetpapieren geringere Feuchte (4 - 5 %), eine beidseitige gleichmäßige Glätte sowie bestimmte elektrostatische Eigenschaften wesentlich. Zudem müssen K. eine hohe Festigkeit und Dimensionsstabiltät aufweisen, um sich durch den Kopiervorgang nicht zu verziehen bzw. wellig zu werden. Da einige K. eine fabrikseitige Vorwölbung haben, ist bei Einlage in das Gerätefach darauf zu achten, dass die mit einem Pfeil auf der Verpackung gekennzeichnete Seite zuerst kopiert wird, da es sonst zu stärkeren Wellungen des K. und zu einer Störung in der Papierausgabe kommen kann. Der Begriff K. hat sich auch für solche Papiere erhalten, die zum Einsatz auf Laser basierten Kopier- und Druckgeräten geeignet sind. Die Kopiereignung von Papieren ist heute in der europäischen EN 12281 definiert.

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Inkjet-Papier (inkjet paper)

Ein Inkjet-Papier ist ein Papier, das durch zusätzliche Oberflächenbehandlung, z.B. Streichen, für den Tintenstrahldruck optimiert wurde. Sie zielt in erster Linie darauf ab, die Saugfähigkeit zu erhöhen, sodass Tinte schnell gebunden und wischfest wird. Auch große Mengen an Tinte (z.B. bei Fotodrucken) müssen aufgenommen werden können, ohne dass das Papier durchweicht oder wellig wird. In modernen Foto- Inkjet-Papieren kommen weitere Techniken wie z.B. eine mikroporöse Strukturierung der Beschichtung zur verbesserten Farbabsorption hinzu Micropourus Papiere. In der Regel sind beschichtete Spezial-Inkjet-Papiere zum Einsatz auf xerografischen bzw. Laser basierten Geräten nicht geeignet.

ISO

ISO ist die Abkürzung für International Organization for Standardization (www.iso.org). ähnlich der deutschen DIN. Die meisten heute für Kopierpapiere relevanten Regelwerke sind ISO Normen. Siehe i.ü. die Bezugnahmen in den Ausführungen zu den jeweiligen Fachbegriffen.

ISO 9001

Regelwerk ISO 9001 dient der kontinuierlichen Verbesserung der Qualitätsleistungen eines Unternehmens und deren Dokumentation.

ISO 14.001

siehe Umweltzeichen

Hadern (rags)

Hadern ist der Fachbegriff für baumwoll-basierte Fasern (z.B. Lumpen), die in der geschichtlichen Papierherstellung eine elementare Rolle spielten. H. werden heute nur noch in sehr hochwertigen Imagepapieren eingesetzt.

Holzfrei (wood free)

Holzfreie Papiere bestehen aus Frischfaserzellstoff mit einem Holzanteil von unter 5 %. Diese Papiere enthalten vor allem weniger Lignine und andere unerwünschte Holz- Reststoffe, die u.a. die Alterungsbeständigkeit des Papiers negativ beeinflussen. Sie sind meistens weißer als holzhaltige Papiere.

Holzhaltig (woody)

Holzhaltige Papiere werden auf der Basis mechanisch gewonnener Zellstoffe, auch Holzschliff genannt, hergestellt. Sie vergilben schneller und sind eingeschränkt alterungsbeständig. Wegen der im Papier enthaltenen Lingnine und anderen Holz- Reststoffe, die sich bei Hitzeeinwirkung aus dem Papier lösen und an Trommeln und Koronen ablagern, sind sie zum Einsatz auf xerografischen bzw. Laser basierten Geräten nicht geeignet.

Gestrichen (coated)

Gestrichen wird ein Papier bezeichnet, das eine besondere Oberflächenbeschichtung, den Strich, erhalten hat. Dieser erfolgt in der Streichmaschine durch gleichmäßiges Auftragen einer Streichmasse, die überwiegend aus Kaolin u.a. Mineralien sowie Farbpigmenten besteht. Die dadurch erreichte höhere Oberflächenglätte bringt eine bessere Bedruckbarkeit mit höheren Kontrasten und Detailschärfen sowie eine bessere Farbwiedergabe mit sich. Der Strich kann einseitig, doppelseitig, matt, seidenmatt oder glänzend sein. Insbesondere für Foto Inkjet-Papiere werden auch Kunststoffe zur Steuerung der Tintenaufnahme eingesetzt.

(Oberflächen) Glätte (surface smoothness/roughness)

siehe Rauhigkeit

Grammatur (grammage)

siehe Flächengewicht

Faser (fiber)

Die Bezeichnung Faser bezieht sich auf Zellstoff oder Altpapier als wichtigste Rohstoffe der Papierherstellung. Sie dienen vor allem der Stabilität des Papiers. In einigen Regionen, z.B. Asien, wird auch Zellstoff auf Basis von Strohfasern in nennenswertem Umfang eingesetzt. Traditionell finden Hadern vor allem bei hochwertigen Schreibpapieren Verwendung. In Spezialpapieren auch synthetische bzw. mineralische Fasern.

(Papier) Feuchtegehalt (moisture)

Der Feuchtegehalt ist ein wesentliches Kriterium bei der Beurteilung der Verarbeitungsfähigkeit des Kopierpapiers. Ein zu hoher F. führt zu Welligkeit oder Tellern des Kopierpapiers und zu Laufstörungen und Teilauslassungen im Druckbild. Ein zu niedriger F. hat meistens statische Aufladungen und Fehleinzüge zur Folge. Der F. wird überwiegend gem. ISO EN 287 als sog. absoluter Wert in Prozent der Papiermasse angegeben. Er sollte bei Kopierpapieren bei 4 - 5 % und damit unter dem Wert für Offsetpapiere liegen. Zur Identifikation des F. und zur Behandlung feuchte-bedingter Probleme beim Kopierpapiereinsatz siehe auch Erste Hilfe.

Flächengewicht (substance)

Das Flächengewicht, auch als Grammatur bezeichnet, ist gem. DIN EN 430 das Gewicht eines Quadratmeters Papiers in Gramm (g/qm). So wiegt z.B. ein DIN A4 Blatt eines Standard Kopierpapiers (80g/qm) 5 Gramm. Das Flächengewicht spielt eine erhebliche Rolle, da die Büro- und Digitaldruckmaschinen je nach Grammatur unterschiedlich gut mit dem Papier umgehen können. Die auf einem Drucker/Kopierer weitestgehend problemlos einsetzbare Grammatur-Range kann dem Gerätehandbuch entnommen werden.

Format (format)

Ein Format ist gem. DIN 476 die Größe eines Papierblatt/-bogens nach Breite und Länge und wird überwiegend in der DIN A-Reihe angegeben. Ausgangsformat ist DIN A0, aus dessen Halbierung sich die weiteren Größen ergeben:

DIN A0 = 841 mm x 1.189 mm
DIN A1 = 594 mm x 841 mm
DIN A2 = 420 mm x 594 mm
DIN A3 = 297 mm x 420 mm
DIN A4 = 210 mm x 297 mm
DIN A5 = 148 mm x 210 mm
DIN A6 = 105 mm x 148 mm

FSC

siehe Umweltzeichen

Füllstoffe (filler)

Füllstoffe sind Zusatzstoffe, die bei der Papierherstellung zur Erreichung bestimmter Eigenschaften, namentlich Opazität, Oberflächenstruktur eingesetzt werden. Dies sind überwiegend Mineralstoffe, z.B. Kaolin, Kreide (Calciumcarbonat), aber auch Kunststoffe. Sie füllen die Räume zwischen den Zellstofffasern und bewirken so z.B. eine glattere, besser bedruckbare Oberfläche des Papiers.

ECF

ECF ist die Abkürzung für Elementary Chlorin Free - siehe Chlorarm

EMAS

siehe Umweltzeichen

(inapa tecno) Environmental Performance Indicator

Environmental Performance Indicator ist ein Tool der Inapa Group zur leicht verständlichen und doch umfassenden Information des Verbrauchers/Papieranwenders über das ökologische Profil des betreffenden Papiers. Sie finden diese auf der Rückseite aller inapa tecno Papiere - www.inapa-tecno.com/enviro.

EU-Eco-Label (Blume)

siehe Umweltzeichen

(Papier) Dicke (thickness)

Die Papierdicke sagt (indirekt) etwas über die Stabilität und Opazität sowie die Verarbeitbarkeit aus. Angaben zur Dicke erfolgen gem. ISO 534 in Micrometern (μm).

Dimensionsstabilität (dimension stability)

Die Dimensionsstabilität bezeichnet die Maßhaltigkeit des Kopierpapiers bei Einfluss durch äußere Faktoren wie z.B. Änderung des Feuchtigkeitsgehalt oder Zugbeanspruchung. Eine hohe D. ist eine wichtige Voraussetzung für die problemlose Verarbeitung des Kopierpapiers im Gerät.

DIN

DIN ist die Abkürzung für Deutsche Industrie Norm. Die Regelwerke enthalten auch eine ganze Reihe von Papier-Normen, z.B. zu Format, Größe, Alterungsbeständigkeit, Kopierfähigkeit.

DPI

DPI (englisch Dots Per Inch) bezeichnet die Abbildungs- oder Wiedergabeleistung (z.B. eines Druckers) in Anzahl der Punkte pro Quadratzoll.

Check-Your-Paper

WWF entwickelte ein umfassendes Tool zur ökologischen Gesamtbewertung von Papieren in Form einer Punktewerteskala (http://checkyourpaper.panda.org/). Empfehlenswert für alle, die etwas tiefer in die Materie Papier & Umwelt einsteigen wollen.

Chlor (chlorine)

Chlor war früher der bevorzugte Stoff zum Bleichen von Zellstoff. Wegen seiner schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt bzw. seiner Neigung, hochgiftige Dioxine zu bilden, wird Elementarchlor heute so gut wie nicht mehr zur Zellstoffbleiche eingesetzt.

Chlorarm (elementary chlorine free)

Chlorarm oder auch ECF (Elementary Chlorine Free) nennt man Papiere, die unter Verwendung von ausschließlich mit Chlorverbindungen, meistens Chlordioxid, gebleichtem Zellstoff hergestellt werden und deren sog. AOX-Wert unter 5 g/Tonne Papier liegt.

Chlordioxid (chlorine dioxide)

Chlordioxid ist eine Chlorverbindung, die zum Bleichen von Zellstoff eingesetzt wird. Sie ist gegenüber der früher eingesetzten Bleiche mit Chlor erheblich weniger Umwelt belastend.

Chlorfrei (chlorine free)

Chlorfrei oder auch TCF (Totally Chlorine Free) werden Papiere genannt, die mit Zellstoff hergestellt werden, der unter vollständigem Verzicht auf Chlor bzw. Chlorverbindungen gebleicht wurde und deren sog. AOX Wert > 1 g/Tonne liegt.

Clever-Box

Clever-Box ist die Bezeichnung für 2.500 Blatt Kopierpapier ungeriest im Karton. Auch Speedbox oder Nonstopbox genannt.

ColorLok

ColorLok ist ein von HP eingeführter Qualitätsstandard (www.colorlok.com) mit Schwerpunkt bei der Inkjet-Eignung eines Kopierpapiers. Beurteilt werden Farbbrillanz, Kontrastschärfe, Trocknungsschnelligkeit und Wischfestigkeit insb. beim Druck mit modernen pigment basierten Tinten. Papiere, die den vorgegebenen Mindestwerten entsprechen, dürfen mit dem C-Logo gekennzeichnet werden.

Biegefestigkeit (bending strength)

siehe Steifigkeit

Blatt (sheet)

Als Blatt werden alle Papiere bis zum Format A3 (29,7 x 42,0 cm) bezeichnet. Alle größeren Formate heißen Bogen.

Blattbildung

Blattbildung bezeichnet den Prozess der Verfilzung der Fasern und der Entwässerung des Papierbreis auf dem Papiersieb der Papiermaschine. Eine gute Blattbildung, d.h. mit geringer Wolkigkeit und gleichmäßiger Faserverteilung, weist auf eine gute Papierqualität hin.

Blauer Engel (Blue angel)

Der Blauer Engel ist ein Umweltzertifikat, welches u.a. auch (Kopier-) Papieren verliehen werden kann, wenn diese zu mindestens 95 % aus Altpapier aus der unteren Klassen hergestellt werden und bestimmte weitere strenge Voraussetzungen hinsichtlich des Einsatzes von Chemikalien und Füllstoffen erfüllen (www.blauerengel.de).

Bleeding

Bleeding bezeichnet das insb. beim Inkjetdruck auf ungeeignetem Papier zu beobachtende Phänomen ineinander laufender Farben und ausgefranster Farbsäume. Besonders gut bei Schwarz-Gelb Kontrastflächen zu beobachten.

Bleichen (bleaching)

Bleichen ist der Vorgang, mit dem die Weißfärbung von Zellstoff erhöht wird. Die Bleiche erfolgt heute überwiegend durch Chlordioxid-Verbindungen, gelegentlich auch mithilfe von Ozon oder Wasserstoffperoxid.

Breitbahn (BB)

Breitbahn zeigt an, dass das Papierblatt/der Papierbogen mit seiner kurzen Seite quer zur Faserlaufrichtung der Papierbahn geschnitten wurde.

Alterungsbeständigkeit (aging resistance)

Die Alterungsbeständigkeit hängt von der Stoffzusammensetzung und den äußeren Einwirkungen ab. Grundsätzlich gilt, je höher die Holzanteile (sog. holzhaltiges Papier) bzw. je höher der Säuregehalt (pH-Wert), desto schneller altert das Papier. Äußeres Merkmal ist eine zunehmende Vergilbung, langfristig auch die Zersetzung des Papiers. Die A. ist vor allem für die langfristige Dokumentenarchivierung wichtig. Die einschlägigen DIN (ISO) Normen 6738 und 9706 definieren Stoffzusammensetzungen, Säuregehalt (pH) und sog. Lebensdauerklassen:
LDK 6-40: Papiere mit einer Lebensdauer von mindestens 50 Jahren
LDK 6-70: Papiere mit einer Lebensdauer von mindestens 100 Jahren
LDK 12-80: Papiere mit einer Lebensdauer von einigen 100 Jahren
LDK 24-85: Papiere mit einer Lebensdauer, an die höchste Ansprüche gestellt werden können.

Altpapier (recovered paper)

Altpapier ist der bedeutendste Rohstoffträger der Papierherstellung. Eine Einteilung erfolgt nach Zusammensetzung und Herkunft in Qualitäts- und Preisklassen. Je höher die Anteile sog. unterster Klassen (Haushaltsabfälle, Zeitungen etc), desto grauer das auf dieser Basis hergestellte Recyclingpapier. Moderne Vorreinigungsverfahren (De-Inking) ermöglichen die Herstellung auch hochweißer Recyclingpapiere für die Büromaschinenverarbeitung. Mit dem Blauen Engel können Recyclingpapiere ausgezeichnet werden, die zu 95 % aus Altpapier, davon 60 % der untersten Klassen, hergestellt werden und weitere strenge Auflagen erfüllen.

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